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31.08.2006

Zeitungsartikel vom 31.08.2006 / GN-Sport

Zwei Mal Gold für Maria Britze

Schiessen Schüttorfer Nachwuchs bei DM

Zwei Mal Gold und einmal Bronze lautete die Ausbeute der Gilde-Schützen bei den Titelkämpfen in München. Die Talente sollen in Schüttorf noch besser gefördert werden.

München/his Zu einem unerwartet großen Erfolg für die Schützengilde Schüttorf wurden am Wochenende die deutschen Schüler- und Jugendmeisterschaften der Sportschützen in München. Der ganz große Wurf gelang Maria Britze, die zwei Einzeltitel errang. Außerdem schafften die Schüttorfer auch in der Mannschaftswertung den Sprung auf das Podium und wurden Dritte.
Am Sonnabend stand für die Gilde-Schützen, die sich im Juli bei der Landesmeisterschaft für München qualifiziert hatten, zunächst der Wettkampf "Luftgewehr-Dreistellung" auf dem Programm. In dieser Disziplin werden bei den Schülern jeweils zehn Schuss liegend, stehend Freihand und kniend absolviert. Dabei bewies Britze auf der Olympia-Anlage von 1972 in allen Positionen eine ruhige Hand und erreichte mit drei 99-iger Serien die hervorragende Ausbeute von 297 von 300 möglichen Ringen. Weil nach ihr noch einige Favoriten an den Start gingen, begann das große Warten. Um 12 Uhr brach im Schüttorfer Lager dann der Jubel aus: Maria Britze hatte bei deutschen Meisterschaften die erste Goldmedaille der Vereinsgeschichte gewonnen. Weil darüber hinaus auch Florian Voet, der mit 292 (98, 96, 98) Ringen auf dem achten Platz landete und Lisa Tüchter, die als 57. eine Wertung von 285 (97, 94, 94) Ringe erzielte, gute Leistungen gezeigt hatten, reichte es in der Mannschaftswertung zu Bronze.
Am nächsten Tag stand der Luftgewehr-Wettkampf stehend Freihand an. In dieser Disziplin wurde die Gilde neben Maria Britze und Florian Voet von Kirsten Sumbeck vertreten, die mit 185 von 200 möglichen Ringen im Mittelfeld landete (85.). Nah an die Medaillenränge schoss sich Florian Voet heran. Mit 191 Ringen fehltem ihm als Neunter nur zwei Ringe zum Bronzerang. Die größte Konzentration legte aber erneut Maria Britze an den Tag. Mit 196 Ringen hielt sie die gesamte Konkurrenz zum zweiten Mal auf Distanz. Fast wäre die Ausbeute der Schüttorfer noch um eine weitere Medaille erhöht worden. In der Teamwertung fehlten auf Platz vier allerdings zwei Ringe zum Bronze-Rang.
"Für unseren Verein ist das ein überragendes Ergebnis", jubelte Trainer Wilfried Voet, "wir hatten uns schon über die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft gefreut. Mit zwei Gold- und einer Bronzemedaille wurden unsere Erwartungen absolut übertroffen." Der Übungsleiter hob vor allem die hohe Konzentrationsfähigkeit seiner Schützen hervor: "Im Schießsport muss der Sportler versuchen, seine Nervosität und Anspannung niedrig zu halten, um die trainierten Abläufe sauber umsetzen zu können. Das hat super geklappt."
Bei der Schützengilde bringt Voet seine Erfahrung, die er in der Schützen-Bundesliga gesammelt hat, seit drei Jahren im Training ein. Damit die Schützen aus der Obergrafschaft bei Meisterschaften auch zukünftig eine gute Rolle spielen können, schlossen sich die Vereine aus Ohne-Haddorf, Suddendorf und der Gilde Schüttorf zur "Sportschützengemeinschaft Samtgemeinde Schüttorf e.V." zusammen. "Hier sollen die Youngster vereinsübergreifend gefördert werden", sagt Voet. Die neue Schützengemeinschaft steht auch Nachwuchstalenten aus anderen Vereinen offen. "Beim Training, bei dem besonders die Konzentrationsfähigkeit und die Feinmotorik geschult werden, wird auf die Erziehung zu Zuverlässigkeit und Disziplin im Umgang mit dem Sportgerät selbstverständlich großer Wert gelegt", betont der Trainer.